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„Gerade Geschäftskunden bezahlen vorwiegend mit Karte und sind sehr angetan von der praktischen Handhabung.“

Im Stau steht man immer dann, wenn es gerade besonders schnell gehen muss. Das belastet nicht nur die Nerven aller im Stau stehenden, sondern durch hohen CO2-Ausstoß vor allem die Umwelt. Das Münchner Taxiunternehmen TAXI Center Ostbahnhof  hingegen schont die Umwelt – auch im Stau. Die komplette Fahrzeug-Flotte besteht aus umweltfreundlichen Hybrid- und Elektrofahrzeugen von denen viele bereits mit dem Chip & PIN Kartenleser von payleven ausgestattet sind. Wir sprachen mit Geschäftsführer Peter Köhl über seine „grüne“ Taxiflotte und den Einsatz mobiler Kartenzahlung im Arbeitsalltag.

Hallo Herr Köhl! Sie führen in München das Unternehmen TAXI Center Ostbahnhof GmbH und haben die Initiative Umwelt Taxi München entwickelt. Können Sie uns Ihr Unternehmen und ihre Initiative kurz vorstellen?

Peter  Köhl: Taxi Center Ostbahnhof GmbH (TCO) ist mit 52 Taxis eines der größten Taxiunternehmen Bayerns und deutschlandweit führend beim Einsatz von Hybrid- und Elektrotaxis. 2008 haben wir begonnen unseren reinen Dieselfuhrpark sukzessive auf Hybridfahrzeuge umzustellen. Heute sind wir stolz auf unsere Flotte aus 50 Vollhybridtaxis der Marke Toyota Prius, einem Elektrotaxi Opel Ampera mit Range-Extender und der luxuriösen, rein elektrischen Sportlimousine Tesla Model S. Somit ist unser Fuhrpark komplett dieselfrei.

Tagtäglich steigen mehrere hundert Gäste in unsere Autos und kommen meist das allererste Mal mit der neuen Technik in Berührung. Unsere geschulten Fahrer können dazu  kompetent Auskunft geben und tragen somit vielhundertfach zur Verbreitung und Akzeptanz der Elektromobilität bei.

Wie kamen Sie auf die Idee zunächst ausschließlich Hybrid- und somit umweltfreundliche Fahrzeuge einzusetzen?

Meine Vision war, eines Tages Deutschlands umweltfreundlichsten Taxibetrieb zu führen. Die ersten Untersuchungen zum Hybridauto brachten sehr schnell ein enormes ökologisches Einsparpotential zu Tage. Die Frage war nur, ob die Mitarbeiter mitziehen und die Technik den harten Taxieinsatz aushalten würde. Beides hat hervorragend geklappt. Wir alle zusammen haben erreicht, dass die Vision mittlerweile Realität geworden ist: Wir ersparen der Münchner Luft Unmengen von Dieselruß, Feinstaub und vor allem unglaublich viel CO2, bis heute rund 1,1 Millionen Kilogramm!

Diese Mengen und die enorme Multiplikatorfunktion haben uns inzwischen zu einigen Auszeichnungen verholfen, darunter der Münchner Unweltpreis 2011 und der Energy Globe National Award 2013.

Worauf legen Sie mit Ihrem Unternehmen besonderen Wert ?

Besonders liegt mir der verantwortungsvolle Umgang mit unserer Umwelt am Herzen. Deswegen haben wir einen Spritwächter entwickeln lassen, der die Fahrer über Prämien zu sparsamem Fahren motiviert und eine Fahrerschulung im Fahrzentrum des ADAC durchgeführt.

Die komplette Firma ist konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Das reicht von der selbstverständlichen Abfallvermeidung, über die Umstellung auf Microfaser bei der Fahrzeugpflege, bis hin zu LED-Leuchtwerbung und Green IT. Seit 2012 sind wir zertifizierter Ökoprofit-Betrieb.

Wie reagieren denn Ihre Fahrgäste?

Die Resonanz der Fahrgäste ist überwältigend positiv. Selten wird in unseren Fahrzeugen über Wetter oder Politik gesprochen, fast immer über die Technik. Immer öfter gehen Fahrgäste auch dazu über Umwelttaxis zu bestellen und sich diese Taxis auch am Standplatz gezielt auszusuchen, denn man muss nicht das Erste nehmen.

Wir finden das prima, wenn Fahrgäste sozusagen mit den Füßen zeigen, dass sie auf Nachhaltigkeit achten. Prima auch, weil dieses Verhalten Nachahmer ermutigt, ebenfalls umweltfreundliche Fahrzeuge anzuschaffen. So gesehen kann also der Fahrgast mit dazu beitragen, die Taxilandschaft Richtung Nachhaltigkeit zu verändern.

Wie sehr heben Sie sich mit Ihrer Idee von der Konkurrenz ab und gibt es schon weitere Unternehmen die Ihrem Beispiel folgen?

Wir sind, wie gesagt, derzeit Deutschlands umweltfreundlichstes Taxiunternehmen. Ab Mai werden wir die wenigen unvermeidbaren Emissionen mit unserem Partner Project Climate klimaneutral stellen. Und zwar nicht einfach durch Zertifikatehandel, sondern durch Unterstützung eines konkreten Projektes nach Goldstandard des WWF. Hierzu lassen wir vom TÜV-Süd unsere Spritmengen prüfen, die in CO2 Emissionen (Well to Wheel) umgerechnet und kompensiert werden.

Derzeit setzen wir uns noch sehr stark von der Konkurrenz ab, freuen uns aber über die ersten Kollegen die unserem Beispiel folgen und ebenfalls auf umweltfreundliche Fahrzeuge umstellen. Das führt zu deutlich mehr Wahrnehmung, als wenn wir nur alleine damit unterwegs sind.

Sie haben bereits eine Facebook-Seite. Welche anderen Kanäle nutzen Sie, um Ihr Unternehmen und Ihre Idee zu vermarkten?

Marketing ist bei uns erst in der Entstehung, da wir unsere Aufträge bisher ausschließlich über neutrale Vermittlungssysteme erhalten haben, die überwiegend nach Kundennähe vermitteln. Die von uns erzeugte Aufmerksamkeit kam also dem gesamten Gewerbe zugute. Leider hat das Taxi mit Imageproblemen zu kämpfen, wir freuen uns deshalb wenn wir einen kleinen Teil zur Verbesserung des Ansehens beitragen können.

Gibt es schon konkrete Maßnahmen um auch zukünftig Aufmerksamkeit zu generieren?

Künftig wollen wir für Kunden eine Art CO2-Bilanz anbieten. Die Strecken, die Kunden mit unseren Taxis fahren sind ja CO2 neutral, die Differenz zum üblichen Dieseltaxi lässt sich ziemlich genau abschätzen.Wir denken, dass dies ein schönes Extra für Firmenkunden ist, sofern sie ein nennenswertes Taxiaufkommen haben, zumal wir dies auf Wunsch ohne jede Mehrkosten anbieten. Die klimaneutrale Taxifahrt kostet also nicht mehr als die im Dieseltaxi. Hier kommt das Marketing ins Spiel: Die Kunden wissen das noch nicht!

Seit kurzem gehört das erste Tesla-Taxi Deutschlands zu Ihrer Fahrzeugflotte. Können Sie dazu vielleicht ein paar Worte sagen?

Unser Tesla Taxi ist das absolute Highlight im deutschen Taxigewerbe. Wer schon mal Elektro- oder  Hybridauto gefahren ist, kennt die Vorzüge der leisen Fortbewegung. Das Model S ist aber unvergleichlich. 367 PS beschleunigen mit brachialem Drehmoment nahezu lautlos das luxuriös ausgestattete Fahrzeug in 5,5 Sekunden  von 0 auf 100km/h. Die Form des Fahrzeuges, die irgendwo zwischen Maserati und Jaguar angesiedelt ist, spiegelt die Sportlichkeit auf den ersten Blick wider. Dazu kommt ein mehr als geräumiges Platzangebot für  vier  Fahrgäste mit üppigem Gepäck. Die Reichweite liegt im normalen Taxibetrieb bei ca. 350km bevor man wieder laden muss.

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Wie haben Sie zum ersten Mal von payleven gehört?

Von payleven hatte ich das erste mal schon vor geraumer Zeit gehört, als von dem aufsteckbaren Lesegerät für Smartphones die Rede war. Ich fand diese Idee genial, konnte sie aber im Betrieb nicht umsetzen, da unsere Smartphones im Auto fest installiert waren und so nicht dem Fahrgast in die Hand gegeben werden konnten. Heute setzen wir das handliche Chip & PIN-Gerät ein, das alle Karten akzeptiert und via Bluetooth über das Smartphone gekoppelt ist. Außerdem nutzen wir einen mobilen Drucker, der ebenfalls über Bluetooth angeschlossen ist.

Wie oft kommt der Kartenleser in Ihren Fahrzeugen oder speziell im Tesla Taxi zum Einsatz?

Der Kartenleser kommt ständig zum Einsatz. Gerade Geschäftskunden, die dieses Fahrzeug immer wieder begeistert buchen, bezahlen vorwiegend mit Karte und sind sehr angetan von der praktischen Handhabung.

Wie reagieren Ihre Kunden auf das mobile Bezahlen mit der Karte?

Kunden kennen das mobile Bezahlen mit der Karte meist schon aus Restaurants etc. Allerdings meist mit größeren Geräten, weshalb Fahrgäste immer wieder begeistert von der Handlichkeit und der Funktionalität des kleinen  Chip & PIN-Gerätes sind.

Hat die Möglichkeit bei Ihnen mit Karte zu zahlen einen positiven Einfluss auf den Umsatz?

Mittlerweile akzeptiert fast jedes Taxi, wie auch fast alle Geschäfte und Dienstleister, die Kartenzahlung. Insofern kann man nicht mehr davon ausgehen, dass Kunden wegen der möglichen Kartenzahlung unsere Firma gezielt bevorzugen würden. Umgekehrt wäre es aber ein Wettbewerbsnachteil keine Kartenzahlung zu akzeptieren

Welche Kunden nutzen die Möglichkeit mit Karte zu zahlen am häufigsten?

Die typischen Kartenzahler sind Businesskunden, sowohl Münchener als auch nationale und internationale Gäste

Was fällt Ihnen bei der Nutzung des Chip & Pin Kartenlesers auf?

Der Kartenleser ist sehr klein und handlich, bietet aber trotzdem ein sehr gut bedienbares Tastenfeld und die Bluetoothverbindung ist stabil.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit dem Kundenservice von payleven?

Bisher hatten wir die Hotline nur anfangs für Fragen bei der Einführung genutzt. Damals war sie immer erreichbar, sehr freundlich und kompetent. Die Zahlung erfolgt regelmäßig mehrmals pro Woche. Bei unserem bisherigen Anbieter mussten wir bis zu acht Wochen auf unser Geld warten.

Vielen Dank Herr Köhl für das ausführliche Gespräch! Wir von payleven wünschen Ihnen mit Ihrem umweltfreundlichen Unternehmen und Ihrer Initiative weiterhin ganz viel Erfolg und hoffen, dass Sie sowohl Fahrgäste als auch andere Wettbewerber für den verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt begeistern können. Sind Sie auch payleven Kunde und möchten einmal in unserem Blog vorgestellt werden? Dann schreiben Sie eine E-Mail an presse@payleven.de.

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