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Frederic und Robert haben im September 2012 ihr Café und Süßwarengeschäft Mon Plaisir in Berlin-Prenzlauer Berg eröffnet. Spezialisiert auf selbstgebackene französische Macarons sowie Kuchen, haben die beiden ihre Nische im Dickicht der Berliner Café-Szene gefunden. Heute ist Mon Plaisir beliebter Anlaufpunkt für internationale Touristen die durch den Bezirk schlendern und zahlreiche Stammgäste, die auf den Morgenkaffee nicht verzichten möchten.

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“Entweder mache ich jetzt noch was Neues oder nie mehr.”

Beide haben vor der Selbstständigkeit mehrere Jahre in Mannheim gelebt. Robert arbeitete als gelernter Licht- und Veranstaltungstechniker am Nationaltheater und Frederic beriet Modeunternehmen in Fragen der Öffentlichkeitsarbeit. Zwar waren beide in Ihren Jobs glücklich, aber wirklich angekommen sind sie in Mannheim nie, sagt Robert. Gemeinsam entschieden sie sich dazu, Mannheim mit Ende 30 zu verlassen und sich selbstständig zu machen. Frederic träumte schon immer von einem eigenen Café. Die erste Frage lautete: Köln oder Berlin? In Berlin glaubten sie, würde man – im Gegensatz zu Köln – auf ein aufgeschlosseneres Publikum treffen. Außerdem lebte Robert bereits in Köln und freute sich auf das Kennenlernen einer neuen Stadt.

“Die großen Ketten sind nicht unbedingt die Spitze des Qualitätseisberges. Wenn du etwas Kleines machst, musst du dich abheben von den Großen. Du kannst nicht versuchen Starbucks zu kopieren. Du musst deine Linie finden.”

Robert hatte schon Erfahrung in der Gastronomiebranche und konnte in der Gründungsphase auf bereits vorhandenes kaufmännisches Wissen zurückgreifen. Zusätzlich holten sie sich Hilfe von einem Gründungscoach. Eine der größten Herausforderungen: Einen geeignete Ladenfläche in Berlin finden. Im Szene-Kiez in Prenzlauer Berg wurden sie nach intensiver Suche fündig.

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Betritt man den Laden, sticht dem Besucher das übergroße Logo von Mon Plaisir direkt ins Auge: ein Bart, der dem von Mitinhaber Robert nachempfunden sein könnte. Direkt gegenüber dem Logo befindet sich eine Wand, gefüllt mit edlen Schokoladen. Neben Kaffeespezialitäten und selbstgebackenem Kuchen sowie Macarons, finden Gäste bei Mon Plaisir eine Auswahl internationaler Schokoladen jenseits des üblichen Supermarkt-Sortiments.

Der Unterschied zur großen Konkurrenz wird schnell deutlich: Viele Kunden begrüßen Robert und Frederic mit dem Vornamen. Man kennt sich und der Umgang mit den Kunden ist freundlich und familiär. Die Beiden Inhaber verbringen knapp 70 Stunden in der Woche im Café. Einer der großen Vorteile die Robert nennt: Aus einigen Stammkunden sind mittlerweile Freunde geworden. Er freut sich auch nach einer Woche Urlaub wieder auf den Austausch mit den Menschen.

“Das Wichtigste ist, dass die Chefs hinter der Theke stehen und der Kunde direkten Zugang hat. Das hebt uns qualitativ ab.”

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Service wird großgeschrieben bei Mon Plaisir, auch bei den Bezahlmethoden. Da der Kiez viele Touristen anlockt, insbesondere aus dem skandinavischen und angelsächsischem Raum, ist Kartenzahlung für das Geschäft unentbehrlich.

“Wir haben gemerkt, dass uns Verkäufe durch die Lappen gehen, wenn wir keine Kartenzahlung anbieten.”

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Viele Kunden, gerade aus dem Ausland, sind es gewohnt, kleinere Beträge mit Karte zu bezahlen. Mit ihrem alten System kam, neben einer anteiligen Prozentgebühr, noch eine zusätzliche fixe Buchungsgebühr hinzu. Das machte Kartenzahlung für kleine Beträge unattraktiv.

“Ich glaube, dass die Deutschen, die ihr Bargeld eigentlich sehr lieben, in Zukunft immer mehr dazu übergehen Beträge mit Karte zu zahlen. Als kleiner Einzelhändler tut man gut daran, mit der Zeit zu gehen.”

 

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