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In weniger als 80 Tagen ist es soweit: Die große SEPA-Umstellung ist abgeschlossen. Ab dem 01. Februar 2014 wird es in 33 Ländern in Europa einen einheitlichen EURO-Zahlungsverkehr geben. Wir klären Sie in diesem Beitrag über den SEPA (Single Euro Payments Area) auf.

Zunächst einmal die Frage, was SEPA eigentlich ist. Die Bezeichnung fasst grundsätzlich den europaweiten einheitlichen Zahlungsraum für Transaktionen zusammen. Bisher war es so, dass jedes Land ein eigenes nationales Zahlungsverkehrssystem hatte und einen parallel laufenden internationalen Zahlungsverkehr. Um diesen Verkehr zu vereinfachen, hat die Europäische Union letztlich entschieden, den bargeldlosen Zahlungsverkehr so zu standardisieren, dass es praktisch keinen Unterschied mehr zwischen nationalen und internationalen Zahlungen gibt. Betroffen sind insgesamt 33 Länder. Mehr allgemeine Informationen zur SEPA-Umstellung erfahren Sie hier.

Eine Entscheidung also, die es uns allen leichter macht, Banküberweisungen zu tätigen? Sicherlich klingt die Umstellung kompliziert, ist sie aber gar nicht.

Wie funktioniert SEPA?

Zuerst einmal erhalten alle Konten eine einheitliche Nummer, die sogenannte IBAN. Sie  setzt sich aus mehreren  Ziffern und Zeichen zusammen. Zu diesen gehören das Länderzeichen, in Deutschland „DE“, die Prüfziffer (damit werden Zahlendreher und falsche Überweisungen verhindert), die Bankleitzahl und die persönliche Kontonummer. Aus der Anzahl dieser unterschiedlichen Ziffern ergibt sich dann am Ende die 22 Zeichen lange IBAN. In einigen anderen Ländern kann diese sogar bis zu 33 Zeichen betragen. Da man schnell mal den Überblick verlieren kann, hier eine Übersicht, wie sich die IBAN zusammensetzt:

Auch Finanzinstitute bekommen eine neue Nummer, denn die gute alt bewährte  Bankleitzahl wird abgeschafft und durch eine sogenannte Bank Identification Number (BIC) ersetzt. Vergeben wird diese durch die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (S.W.I.F.T.) und wird deshalb auch als SWIFT-Code bezeichnet. Dieser Standard ist weltweit gültig. BIC erleichtert folglich die Identifikation von Sparkassen und Banken.

Sollten Sie Probleme bei der Umrechung haben, stellen Geldinstitute online  kostenlose IBAN- und BIC-Rechner zur Verfügung.

Neben der IBAN und BIC gib es noch zwei neue Nummern, die speziell für Unternehmen wichtig sind: Die sogenannte Gläubiger-Identifikationsnummer und die Mandatsreferenznummer. Möchten Sie als Unternehmer Lastschriften einziehen, sind diese dringend notwendig. Die Gläubiger-Identifikationsnummer erhalten Sie online und kostenlos bei der Deutschen Bundesbank. Wichtig ist auch zu bedenken, dass diese bis zu 35 Stellen lange Nummer bei jedem Lastschriftauftrag neu vergeben wird, was für Sie bedeutet, dass Sie im besten Falle einen SEPA-beauftragten in Ihrem Unternehmen haben, der Ansprechpartner für Ihre Bank ist und die Umstellung beauftragt.

Informieren Sie außerdem Ihre Geschäftspartner im Voraus über Ihre neue IBAN-Nummer und vermeiden Sie so das Konto-Chaos nach der Umstellung. Erfragen Sie auch die IBAN-Nummer Ihrer Geschäftspartner.  So können Überweisungen jetzt schon im neuen Verfahren getätigt werden und Sie verringern  die Flut an neuen IBAN-Nummern im Februar.

Wer ganz sicher gehen will, führt  Testüberweisungen durch. Sollte es also zu Problemen kommen, können Sie diese jetzt noch aus der Welt schaffen!

Übrigens: Wir stellen auch Ihr payleven Konto automatisch um, damit Sie auch weiterhin problemlos Kartenzahlung annehmen können.

Sie haben Fragen zur SEPA-Umstellung oder möchten noch etwas ergänzen? Dann zögern Sie nicht, uns einen Kommentar zu hinterlassen oder uns eine E-Mail an blog@payleven.de zu schicken.

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Allgemein, Finanzen